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Vier Fragen an René Kalt, Geschäftsführer Switzerland Innovation Park Zurich

Der Innovationspark Zürich schafft auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf eine neue Plattform für Forschung, Entwicklung und Innovation. Die Zusammenarbeit und der Wissensaustausch zwischen den renommierten Zürcher Hoch- und Fachhochschulen und der Privatwirtschaft sollen gefördert werden mit dem Ziel, die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu unterstützen und zu beschleunigen.

1. Ein solcher Park lebt nicht zuletzt von den Köpfen, die darin denken, handeln und kooperieren. Welche Massnahmen und Rahmenbedingungen werden den Innovationspark Zürich im globalen Kampf um Talente unterstützen? 

Der Innovationspark ist eine Infrastruktur, die nur zum Leben kommt, wenn die Akteure auf diesem Areal interagieren. Netzwerke werden Erfolgsfaktoren und auch -garanten sein. Dass dafür beste Voraussetzungen bestehen und man dem Zufall des Zusammentreffens nicht nur eine Chance, sondern vielleicht auch einen kleinen «Schupf» geben muss, dafür bin ich und ist die Stiftung als Betreiberin verantwortlich. Massnahmen werden sein, dass wir einen Treffpunkt in Form eines Cafés unterhalten und regelmässige Veranstaltungen organisieren, um ein Zusammentreffen und den Austausch zu fördern. Attraktive Gemeinschaftsräume, die im Hinblick auf die vorhandene Infrastruktur so gestaltet sind, dass Ideen sofort skizziert, diskutiert und vernetzt werden können, spielen dabei eine wichtige Rolle. Zürich wurde in den letzten Jahren immer wieder als Standort innovativer Firmen wie z. B. Google gewählt – nicht darum, weil es besonders günstig ist, sondern weil es besonders attraktiv ist und man sich die besten Chancen sichern will, die klügsten Köpfe weltweit anzuziehen.   

2. Auch 2016 führte die Schweiz die Rangliste an im Global Innovation Index. Was braucht es angesichts der sich abzeichnenden Veränderungen im sozialen, politischen und technologischen Bereich, damit die Schweiz hier weiterhin bestehen kann?

Innovation kann man nicht verordnen. Der Staat gibt keine Innovationspolitik von oben vor. Er setzt mit Projekten wie den Innovationsparks Impulse und schafft optimale Rahmenbedingungen über die Arbeitsmarktpolitik, ein qualitativ hochstehendes Bildungssystem mit exzellenten Hochschulen, attraktive Lebensbedingungen etc. Zukünftig müssen weiterhin Plattformen geschaffen werden, die es ermöglichen, aus all den Standortvorteilen der Schweiz neues Innovationspotenzial zu kreieren. Kein Stillstand also: Wir müssen uns weiterentwickeln und Chancen, wie der Innovationspark sie bietet, mutig und risikofreudig angehen.   

3. Wie profiliert sich der Innovationspark Zürich im Vergleich zu anderen Projekten mit ähnlichen Bestrebungen? Was ist besonders innovativ am Innovationspark Zürich? 

Dank der einzigartigen Infrastruktur auf dem Flugplatz Dübendorf und der Verbindung zwischen den alten Hangars und modernster Infrastruktur kann in Zürich ein besonderer «Groove» entstehen. Schlussendlich hängt die Innovationskraft von der Vielzahl von spannenden Leuten und der Vielzahl von spannenden Projekten ab, die auf diesem Gelände zusammenfinden. Nähe fördert Innovation. Sowohl die Universität Zürich als auch die ETH kommen platzmässig an ihre Grenzen und wünschen sich eine erweiterte Plattform, die auch den Austausch mit der Wirtschaft ermöglicht. Zudem steht uns mit der aviatischen Infrastruktur, die der Flugplatz bietet, eine enorme Fläche zur Verfügung, die für Testzwecke genutzt werden kann. Diese gibt es praktisch nirgends. Und um Roboter, autonome Fahrzeuge oder Drohnen zu testen, wird ein solches Testgelände benötigt.  

4. Wie gelingt es Ihnen und weiteren verantwortlichen Persönlichkeiten rund um den Innovationspark Zürich, eine inspirierende Kultur zu etablieren, in der Innovation von Anfang an gelebt und gefördert wird?

Überall, wo Menschen zusammenkommen, geschieht etwas. Man weiss einfach nicht immer, was. Indem wir die optimalen Rahmenbedingungen der Schweiz, der Umgebung Zürich und des Geländes in Dübendorf nutzen und eine attraktive und inspirierende Umgebung aufbauen, tragen wir zur Innovationskraft dieses Projekts bei. Ganz klar braucht es auch Menschen, die an das Gelingen dieses Projekts glauben und bereit sind, Vorinvestitionen zu leisten, um die finanzielle Stabilität sicherzustellen. Ebenso wollen wir den Austausch mit der Bevölkerung ermöglichen und im Rahmen von Veranstaltungen Innovationen sichtbar machen. Beispielsweise finden in diesem Sommer vier Jugendcamps auf dem Gelände statt, die den Jugendlichen Einblick in zukünftige Chancen bieten und sie inspirieren können, Teil davon zu werden. Schlussendlich trägt jede und jeder, die/der auf dieses Gelände kommt, eine Mitverantwortung, dass etwas Grossartiges entsteht.

Newsletter Mai 2017